Da blüht Ihnen was!
Terracotta-Kasten mit Kräuterbepflanzung © GartenAkademie.comBepflanzte Balkonkästen © GartenAkademie.comJeanny Zucchini © Volmary GmbHBerry & Gerry © Robert Mayer Pflanzenvertrieb GmbH/Volmary

ZumGärtner – BASICS:
„Balkonkasten-Bepflanzung“

Teil 2: So pflanzen Sie richtig!


Anordnung der Balkonblumen

Das Bepflanzungsschema richtet sich nach …

  • dem Verwendungszweck (Fenster, Balkon, Betrachter von vorne, Betrachter von oben)
  • der Pflanzenauswahl (stehend, halbhängend, hängend, gemischt)
  • der Breite und Tiefe des Pflanzkastens.

Einreihige Bepflanzung 

Eignet sich gut für „Mono-Gestaltungen“ mit nur einer Pflanzenart.
Der Klassiker: Rote oder andere einfarbige, stehende Pelargonien in einer Reihe. 

„Mono-Bepflanzung“ mit stehenden Pelargonien © GartenAkademie.com


Zweireihige Bepflanzung im Dreiecksverband

In der hinteren Reihe werden stehende Arten verwendet. Pflanzen Sie in der vorderen Reihe halbhängende oder hängende Balkonblumen. Diese Variante ist ideal, wenn sowohl vertikaler Schmuck dem Besitzer als auch überhängende Blumen dem Betrachter von unten gewidmet werden. 

Achten Sie darauf, dass alle Pflanzen, die in einem Gefäß miteinander kombiniert werden, die gleichen Ansprüche an Nährstoffversorgung und Standort haben.

Zweireihige Bepflanzung mit stehenden und hängenden Pflanzen © GartenAkademie.com

 

Der Pflanzvorgang

Sie brauchen: 

  • Balkonkästen (meist 80 cm lang, 18 cm breit, 20 cm hoch) und Ihre Pflanzenauswahl dafür
  • Ev. Werkzeug zum Durchstechen der Abzugslöcher
  • Drainagematerial, z. B. Blähton
  • Wasser- und luftdurchlässiges Vlies zum Abdecken der Drainageschicht
  • Tontopfscherben zum Abdecken der Abzugslöcher
  • Balkonblumenerde
  • Ev. Langzeitdünger oder Hornspäne
  • Gießkanne
  • Arbeitshandschuhe

 Die Arbeitsschritte:

  1. Tauchen Sie die Wurzelballen der neuen Pflanzen vor dem Setzen, bis sie durchdringend nass sind und keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  2. In Kästen ohne Bewässerungssystem sollten Sie eine Drainage vorsehen. Für die Drainage füllen Sie mindestens 2 cm hoch Blähton oder ähnliches Material in den Kasten. Diese Schicht wird mit einem wasser- und luftdurchlässigen Vlies abgedeckt. Es trennt die Drainageschicht von der Erde. Das Vlies dient als Filter und schützt die Drainageschicht vor der Erde. 
  3. Füllen Sie den Kasten zu ⅓ mit Balkonblumenerde. Diese erhalten Sie wahlweise mit oder ohne Langzeitdünger im Fachhandel. Verwenden Sie keinen Langzeitdünger, können Sie beispielsweise eine Handvoll Hornspäne auf einen 80 cm langen Kasten verteilen. Langzeitdünger, den Sie selbst beifügen, nach Mengenangabe auf der Packung im Substrat verteilen. Die Düngerkörner lösen sich bei den Gießvorgängen über den Zeitraum mehrerer Monate auf.
  4. Platzieren Sie die Pflanzen im Kasten. Die hängenden Arten für die erste Reihe setzen Sie schräg nach vorne, stehende kommen in die hintere Reihe.
  5. Sobald alle Pflanzen an ihrem Platz sind, füllen Sie die Zwischenräume mit Blumenerde auf und drücken Sie sie rund um die Topfballen gut an. Es ist wichtig, dass die Wurzeln immer einen guten Kontakt zu ihrer neuen Umgebung haben. Nur so ist gewährleistet, dass die Wurzelballen von Anfang an mit Wasser versorgt werden.
  6. Gießen Sie die Blumenkästen abschließend gut an.
  7. Lassen Sie die bepflanzten Kästen bis nach den Eisheiligen an einem geschützten Platz abhärten, wo Sie sie bei Spätfrostgefahr einfach mit Gartenvlies abdecken können.

Die richtige Nährstoff-Versorgung

Die Saison für Balkonblumen ist vergleichsweise kurz. Schon Ende August oder im September hören wir auf, sie zu düngen. Deshalb müssen sie schon bald nach der Pflanzung mit der Nährstoffversorgung beginnen.

Mit dem wöchentlichen Flüssigdüngen beginnen Sie zwei Wochen nach der Pflanzung, wenn die Wurzeln sich bereits ausbreiten konnten. Auch, wenn Langzeitdünger im Substrat ist, benötigen Starkzehrer wie Surfinien regelmäßig zusätzliche, flüssige Düngergaben. Dies ist besonders dann zu beachten, wenn diese Pflanzenarten mit anderen kombiniert werden. Düngt man Mittel- und Schwachzehrer zu häufig, verbrennen ihre Wurzeln.

Beachten Sie außerdem, dass die Nährstoffe rasch ausgewaschen werden, wenn mehrere Regentage aufeinander folgen. In diesem Fall kann es von Vorteil sein, den ersten regenfreien Tag zum Nachdüngen zu verwenden, auch, wenn Sie an diesem Wochentag Ihre Pflanzen für gewöhnlich nicht „füttern“.


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