Da blüht Ihnen was!
© congerdesign/Pixabay.com© GartenAkademie.com© GartenAkademie.com© GartenAkademie.comRubyAlba © Blumenmarketing AustriaDon Pepino © Blumenmarketing Austria

Die Gartenpflanze 2020: ‘Alba’ und ‘Ruby’, die fruchtigen Erdbeerprinzessinnen 

Zwei Erdbeerpflanzen bilden die Gartenpflanze des Jahres 2020: ‘Alba’ und ‘Ruby’, die fruchtigen Erdbeerprinzessinnen. ‘Alba’ trägt ein weißes Blütenkleid und ‘Ruby’ bezaubert durch pinke Blüten. Gemeinsam wurden sie in einen großen Topf gepflanzt. 

Erdbeeren gehören zu den Lieblingsobstarten der Österreicher*innen. Warum daher nicht die beliebte Obstart zur Gartenpflanze des Jahres küren? Die heimischen Gärtner haben zwei Erdbeersorten gemeinsam in einen speziellen, bedruckten Topf gepflanzt. Durch die verschiedenen Blütenfarben ist die Gartenpflanze des Jahres ein Hingucker und kann im eignen Topf auf Balkon oder Terrasse einen sonnigen Platz bekommen. Beide Sorten sind immertragend und garantieren reiche Ernte von Mai bis Oktober. 

RubyAlba © Blumenmarketing Austria

Bienchen, Bienchen an der Pflanz‘, wer ist die fruchtigste Erdbeer‘ im Land? 

Ein Bienenstecker ist an der Gartenpflanze des Jahres angebracht und das nicht ohne Grund. Obwohl Erdbeeren selbstfruchtbar sind, erhöht sich der Fruchtertrag und der Anteil der schönen gesunden Früchte sehr stark, wenn die Blüten zusätzlich durch Wind und Insekten bestäubt werden. Bei Versuchen wurde ermittelt, dass Erdbeeren ohne Wind und Insekten zu 53 % bestäubt werden, durch Wind erhöht sich die Bestäubungsrate auf 67 % und bei Insektenbestäubung wächst die Bestäubungsrate auf 91 %. Je häufiger die Blüten von Insekten angeflogen werden, umso größer und schwerer werden die Früchte. Blüten, die nicht durch Bienen, Hummeln, anderen Insekten oder Wind bestäubt wurden, haben häufig deformierte Früchte, die viel kleiner sind.

Pflanzung und Pflege

‘Alba’ und ‘Ruby’ können Sie durchaus im Topf belassen. Ein sonniger Standort und regelmäßiges Gießen reichen aus. Natürlich können Sie die Erdbeeren auch in den Garten pflanzen. Im Beet empfiehlt sich ein Reihenabstand von 60 cm und ein Pflanzabstand von 25–30 cm. Der Standort sollte unkrautfrei und mit Kompost verbessert sein. Auf dem gleichen Platz sollten 3­–4 Jahre keine Erdbeeren gestanden haben. Decken Sie die Erde nach dem Pflanzen mit Stroh oder Unkrautvlies ab. Dadurch bleiben die Früchte sauber und gesund – die englische Bezeichnung „Strawberry“ stammt von dieser Pflegearbeit.

Fruchtgenuss

Erdbeeren müssen vor dem Verzehr vorsichtig gewaschen werden. Da die Früchte sehr empfindlich auf Druck reagieren, sollten sie nur abgebraust oder ganz vorsichtig unter fließendem Wasser umspült werden. Erdbeeren dürfen allerdings erst gewaschen werden, wenn sie gleich darauf verwendet werden sollen. Will man sie im gewaschenen Zustand noch weiter aufbewahren, müssen sie unbedingt abgetrocknet werden, da sie sonst matschig werden.

Erdbeeren verderben leider sehr schnell und sind nicht besonders lange lagerfähig. Zwei bis drei Tage können sie im Kühlschrank halten. Allerdings sollten sie vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie ihr Aroma wieder voll entfalten können. Wenn Früchte Schäden haben, sollten sie gleich entfernt werden, da Schimmel schnell auf die anderen Erdbeeren übergreift. Sollen die Erdbeeren länger aufbewahrt werden, müssen sie eingefroren werden. Hierfür werden sie auf einem Tablett verteilt und erst zusammengepackt, wenn sie gefroren sind.

Die Pflege vor dem Winter

Wer die Erdbeeren nicht vermehren möchte, entfernt alle Austriebe der Pflanzen. Die Kraft, die die Pflanze benötigt, um sich selbst zu vermehren, fehlt sonst für die nächste Saison. In Vorbereitung auf den Winter entfernt man auch alle Blätter. In den verrottenden Blättern könnten sich sonst Schimmelpilze und andere Krankheitserreger bilden, die die Erdbeerpflanzen schädigen.

Dabei darf das Herz der Erdbeerpflanze auf keinen Fall beschädigt werden. Am einfachsten gelingt das mit einer Gartenschere. Einige Gärtner mähen bei großen Erdbeeranpflanzungen mit dem Rasenmäher oder der elektrischen Heckenschere über die Pflanzen. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass die Schnittfläche nicht zu tief sitzt, um das Herz nicht zu verletzen.

Nach dem Mähen folgen Düngen und Auflockern des Bodens. Dies geschieht am besten durch Einarbeiten von Sand, Torf oder Kompost. So werden vor allem schwere Böden wieder leichter. Für das Düngen einfach eine Schicht aus verrottetem Mist oder Stroh aufbringen. Vor der Kälte im Winter schützen Sie Erdbeeren am besten mit einer Decke aus Fichtenreisen, die locker aufgelegt wird.

Bezugsquellen: Blumenmarketing Austria

Foto: Blumenmarketing Austria

 

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