Da blüht Ihnen was!
Foto © gwendoline63/Pixabay.comStrauchrose © GartenAkademie.comArtischocke © GartenAkademie.com

Raritäten aus dem Garten: Artischocken

In trocken-heißen Regionen wird jetzt im Spätsommer eine Delikatesse geerntet, die wir aus der mediterranen Küche kennen – die Artischocke.

Artischocke © GartenAkademie.com

Dieses Blütengemüse ist eine essbare Distel, die an bis zu zwei Meter hohen Stängeln wächst. Ihr Name kommt aus dem Arabischen. Artischocken wurden bereits vor 2000 Jahren bei den alten Ägyptern als Gemüse genutzt, später von Griechen und Römern kultiviert und wegen ihres herben bis zartbitteren Geschmacks geschätzt. Im Mittelalter wurden Artischocken auch bei uns bekannt. Sie waren jedoch als besondere Delikatesse den Reichen vorbehalten und dem Großteil der Bevölkerung noch unbekannt. Erst im 20. Jahrhundert erlangten die Artischocken größeren Bekanntheitsgrad. 

Die Blüten werden in geschlossenem Zustand geerntet, wenn sie zart und ihr Geschmack noch nicht bitter ist. Die Sortenvielfalt reicht von grün bis violett, rund oder länglich. Bevorzugt werden meist die rundlichen Blütenköpfe, da hier der Blütenboden – der wertvollste Teil des Gemüses – größer ist.

Einkaufstipp

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Artischocke weder braune Stellen noch welke Blätter besitzt. Wählen Sie Blüten mit Stiel, die prall, fest und geschlossen sind. Verarbeiten Sie die mediterrane Köstlichkeit so rasch wie möglich, denn Artischocken welken relativ schnell und verlieren dabei deutlich an Geschmack. Luftdicht in Folie verpackt, können sie eine Woche im Kühlschrank gelagert werden, ohne dabei stark an Aroma zu verlieren.
Artischocken werden immer gegart: Dazu die dicken Köpfe in reichlich Salzwasser mit Zitronensaft oder Essig 30–45 Minuten lang kochen. Die Blätter werden dann abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen. In der Regel werden dazu Dips oder eine Vinaigrette gereicht. 
Die delikaten Blütenböden der Artischocken werden eingelegt häufig als Pizzabelag oder als Bestandteil mediterraner Antipastigerichte verwendet.

Tipp: Verwenden Sie zum Kochen nie Töpfe aus Aluminium, denn darin verfärben sich die Blüten unappetitlich grau.

 

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