Da blüht Ihnen was!
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Willkommen im Herbst! Foto © Pixabay.com

Der Herbst zieht in den Garten

Der Spätsommer mit seinen ungewöhnlich hohen Temperaturen meint es dieses Jahr sehr gut mit uns. Doch die bunten Farben reifer Kürbisse und Äpfel, blühende Dahlien, Chrysanthemen, Astern und das Einsetzen der Weinlese, sind sichere Vorboten des nahenden Herbstes. Auch der Wilde Wein zeigt sich von der bunten Seite.
Nützen Sie die noch verbleibenden warmen Tage, um Pläne für das nächste Jahr zu schmieden. In jedem Garten gibt es Stellen, die frisch belebt und umgebaut werden können. In Baumschulen und Gärtnereien können Sie jetzt Gehölze und Stauden in voller Pracht bewundern. Suchen Sie für neu zu gestaltende Gartenecken die idealen Bewohner und holen Sie sie im Herbst – zur besten Pflanzzeit – in Ihr grünes Reich.

  • Eine Herbstpflanzung ist in Gebieten mit milden Wintern und trockenen Sommern ideal: Tau und Nebel, der in manchen Regionen sogar anhält, bis Mittagssonne und Herbstwind ihn „wegtrocknen”, sowie kräftige Niederschläge sorgen jetzt für anhaltende Bodenfeuchtigkeit. Diese bietet Stauden und Gehölzen, die im Herbst gepflanzt werden, die ideale Umgebung, um an ihrem neuen Standort vor dem Winter noch einzuwurzeln. So etabliert, hat die Pflanze im folgenden Frühjahr gute Startvoraussetzungen. Mit dem im Herbst, milden Winter und Frühjahr entstandenen Feinwurzelgeflecht kann die Pflanze viel Feuchtigkeit aufnehmen und ist in den Sommermonaten gut vor Austrocknung geschützt.
     
  • Tulpen, Narzissen und andere frühlingsblühende Blumenzwiebeln werden gepflanzt, sobald die Sommerblumen vom Beet abgeräumt sind. Die Blumenzwiebel sollte doppelt so tief in die Erde kommen, wie die Zwiebel hoch ist. Der ideale Pflanzabstand ist der doppelte oder dreifache Zwiebeldurchmesser. Zum Schutz vor gefräßigen Wühlmäusen pflanzen Sie die Zwiebeln in Drahtkörbe.
     
  • Düngen Sie Gehölze nicht mehr, denn neue Austriebe können dieses Jahr nicht mehr verholzen und würden bei Frost massiv geschädigt.

    Manchen Gartenbesitzern wird eine Kalium-Düngung im Herbst empfohlen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn bei einer Bodenuntersuchung Kalimangel festgestellt wurde. Krautige, nicht verholzende, mehrjährige Pflanzen – dazu gehören die meisten Stauden – können Sie in diesem Fall mit einer Kali-Düngung (K+ Dünger) unterstützen. Kalium fördert die Festigkeit des Pflanzengewebes und schützt vor Frostschäden. Der Dünger sollte so wenig Stickstoff und Phosphor wie möglich enthalten. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Gärtner beraten.
     
  • Rasen wird im Herbst nicht mehr so stark beansprucht, wie in der warmen Jahreszeit. Daher eignet sich der Frühherbst gut, um neue Rasenflächen anzulegen oder Ausbesserungsarbeiten an beanspruchten Stellen Ihres vorhandenen „grünen Teppichs” vorzunehmen. Die Samen keimen noch vor dem Winter. 

    Lockern Sie den Boden gut auf, entfernen Sie Steine und Wurzelreste. Unregelmäßige Kanten werden mit dem Spaten glatt abgestochen. Nützen Sie für die Aussaat windstilles Wetter. Verteilen Sie das Saatgut gleichmäßig und harken Sie es vorsichtig oberflächlich (1 cm tief) ein. Danach wird die Rasenfläche angewalzt oder „angetreten” und mit feinem Wasserstrahl gut eingegossen. Schützen Sie die Samen durch „Flatterbänder” an Stäben vor Vogelfraß. Im Fachhandel bekommen Sie Kombi-Sets mit Saatgut und Depotdünger. Diese Sets sind so konzipiert, dass der Dünger die Nährstoffe erst nach der Keimung freigibt und die jungen Gräser optimal mit einer Startdüngung versorgt.
     
  • Bereiten Sie den Überwinterungsraum für Ihre Kübelpflanzen jetzt auf seinen Wintereinsatz vor. Für alle Kübelpflanzen gilt, dass sie so lange wie möglich draußen bleiben, aber vor dem ersten Frost in ihr Überwinterungsquartier einziehen sollen.

    Laubabwerfende (sommergrüne) Pflanzen wie Fuchsien werden knapp vor dem ersten Frost um ein Drittel ihrer Trieblänge zurückgeschnitten. Die verbliebenen Blätter können Sie entfernen. Falls Sie die Pflanzen in einer Gärtnerei überwintern, wird sie dort meist mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, denn oft überwintern in Rindenritzen und in der Erde Eier oder Larven hartnäckiger Schädlinge. Auch Rostpilze bilden Überwinterungssporen, die lange Monate abwarten, bis sie im Sommer keimen und sich wieder weiter verbreiten.

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